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Mit Mut zur Tat

Von Wood-Mizer, Deutschland

Mit Mut zur Tat

An einem verregneten Samstag machten wir uns auf den Weg zu Robert Ostwaldt an die Ostseeküste um uns anzuschauen, was er mit seiner erst kürzlich gekauften Säge macht. Greifswald war das Ziel, genauer der kleine Ort Loitz, in dem er arbeitet und seine Säge unterstellt. Seinen Wohnort hat Robert im 30km entfernten Sundhagen – nur einige Kilometer vor der Ostseeküste.

Mit 23 Jahren scheint Robert noch sehr jung für einen Selbstständigen, aber schnell wird klar, dass er genau weiß was er tut und was er will. Aufgewachsen im schönen Vorpommern hat er sein halbes Leben im Wald verbracht. Direkt nach der Schule hat er eine Lehre zum Landmaschinentechniker und nebenbei den Jagdschein gemacht. Derzeit arbeitet er hauptberuflich in Loitz bei einer Firma für Baumfällung und Baumpflege überwiegend mit großen Maschinen. 

 

 

Durch einen ihm bekannten Sägewerker nistete sich der Gedanke des Lohnsägens bei ihm ein und wurde irgendwann immer konkreter. Nach einer passenden Maschine musste er nicht lange suchen, denn Wood-Mizer wurde ihm empfohlen und die Beratung war genauso, wie er es sich vorgestellt hatte. Nach einem ersten Termin in Schletau war klar – eine mobile LT20 mit Benzinmotor soll es werden. Einige Wochen später hat Robert sie in Schletau abgeholt, erhielt noch eine Einweisung und hat dann mit seinem neuen mobilen Sägewerk die Heimreise Richtung Ostseeküste angetreten. Getestet wurde die LT20 dann natürlich gleich mit eigenem Holz und eine Woche später startete Robert sein zweites Standbein – den Lohnschnitt Ostwaldt. Ein halbes Jahr ist er damit nun schon im Nebenberuf tätig und geht in seiner Arbeit komplett auf. Neben einem Flyer, um auf sich aufmerksam zu machen, erhält er viele Aufträge durch Empfehlungen und Ausschreibungen in den umliegenden Kommunen und Stadtgebieten.

 

 

Um seine Bänder während eines Auftrages stets scharf parat zu haben und aufgrund der Tatsache, dass er von Montag bis Freitag hauptberuflich eingespannt ist, nutzt Robert den Schärfservice von Wood-Mizer und kann so effizient arbeiten.

Seit dem Herbst 2020 ist Robert fast jedes Wochenende für den Lohnschnitt unterwegs. Vorher schaut er sich den Sägeplatz bzw. Sägeort des Kunden an, um gut vorbereitet zu sein. Wichtig ist ihm hier, dass es genügend Platz für Pick-Up und Säge gibt um sie optimal zu positionieren. Mindestens einen Helfer braucht er, am besten aber zwei, damit einer die gesägten Bretter abnimmt und einer immer dafür sorgt, dass Stämme zum Beladen da sind.

Das Hydraulikpaket seiner LT20 ist dabei die optimale Wahl, so dass er problemlos hydraulisch laden, drehen und ausrichten kann.

Robert hat den Ablauf eines Sägetages so geschildert: "30 Minuten vor dem Sägetermin bin ich vor Ort, stelle meine Säge ab, richte alles aus, sichte die Stämme und trinke dann noch einen Kaffee, so dass es zum abgemachten Zeitpunkt losgehen kann. Eigentlich würde mir auch eine Viertelstunde reichen, denn vom Abkoppeln der Säge bis zum ersten Schnitt brauche ich nur 15 Minuten, aber wenn ich säge dann säge ich und dann gibt es erstmal keine Kaffeepause – denn es soll ja was geschafft werden."

Oftmals hat der Kunde ein bestimmtes Projekt oder Bauvorhaben im Kopf und sagt dann genau, was er dafür braucht. Robert macht eine Holzliste und entscheidet, was aus welchem Stamm geschnitten wird. Aus seinen Erzählungen wird deutlich, wie viele Erfahrungen Robert mit Holz hat. Er schaut sich die Stämme genau an und weiß, wie er das Beste für seinen Kunden rausholt.

Auch Beratung gehört für ihn mit zum Job. Beispielsweise hatte er einen Kunden, der wunderschöne Esche hatte und daraus ein Carport bauen wollte. Davon riet Robert ihm jedoch ab und schnitt ihm daraus einzigartige Parkettbohlen für sein Wohnzimmer. Der Kunde besorgte sich Fichte für den Carport und war glücklich, denn die Esche hätte ihm im Außenbereich keine Freude gemacht und nun hat er einen wunderschönen Holzboden im Haus.

Immer wieder erstaunt es, dass ein junger Mann so viel über Holz weiß, mit welcher Überzeugung er seine Kunden berät und wie souverän er sein zweites Standbein ausbaut. Denn eines ist ihm klar – viele Aufträge erhält er vor allem durchs Weitersagen. Bereits in sechs Monaten hat er sich einen sehr guten Ruf erarbeitet, wird weiterempfohlen und sägt auch für offizielle Stellen in der Umgebung. Schlechte Rezensionen kann und will er sich nicht leisten.

 

 

Natürlich schafft er dieses Pensum nicht alleine. Robert erhält viel Unterstützung von seinen Eltern. Die sind bereits viele Jahre als Raumausstatter in Grimmen selbstständig tätig. Sein Vater hat ihm vorgelebt, dass die Teil- bzw. Vollselbstständigkeit kein Risiko ist und seine Mutter unterstützt ihn beim Papierkram, denn Robert ist eben ein „Holzwurm“ und hat sein Handy nur, damit dort seine Aufträge eingehen können. Viel lieber steht er an seiner Maschine und sägt Baumstämme für seine Kunden auf.

Wer jetzt an das finanzielle Risiko denkt, dem würde Robert sagen: "Ich habe meine LT20 nun ein halbes Jahr und schon viel gesägt. Wenn man bedenkt, dass so eine Säge mehr als 25 Jahre hält, dann habe ich wirklich lange was davon. Man muss nur gute Arbeit abliefern und auch mal kleinere Aufträge annehmen, denn gute Arbeite spricht sich rum und so kommen immer mehr und größere Aufträge dazu." Genau aus diesem Grunde spielt Robert mit dem Gedanken seine mobile LT20 gegen eine größere LT40 oder LT70 zu tauschen, da er weiß, dass Wood-Mizer auch gebrauchte Sägen wieder ankauft. "Aber das ist frühestens ein Projekt für den Sommer 2021."

Aber nicht nur für den Lohnschnitt hat Robert sich die Säge gekauft hat, sondern auch für ein großes privates Projekt. Er plant den Bau eines Blockhauses in der vorpommerschen Heimat. Die Stämme für den Bau bezieht er aus dem umliegenden Forst und schneidet sich das Bauholz direkt vor Ort zu. Wir freuen uns schon sehr Robert bei diesem Projekt weiter zu begleiten.